SPD will Toilettengebühren abschaffen – Erbacher Toilette weist Mängel auf

Im Ortsbeirat Erbach wurde bereits über die Abschaffung der Toilettengebühren beraten, ohne dass es zu einem konkreten Beschluss kam. Nun ist das Thema auf der Tagesordnung zur kommenden Stadtverordnetenversammlung. Dabei möchte die SPD eine grundsätzliche politische Entscheidung treffen, ob es im Jahr 2020 sinnvoll ist ein Bargeldsystem am Toilettenhäuschen zu errichten oder nicht.

Im Ortsbeirat Erbach wurde bereits über die Abschaffung der Toilettengebühren beraten, ohne dass es zu einem konkreten Beschluss kam. Nun ist das Thema auf der Tagesordnung zur kommenden Stadtverordnetenversammlung. Dabei möchte die SPD eine grundsätzliche politische Entscheidung treffen, ob es im Jahr 2020 sinnvoll ist ein Bargeldsystem am Toilettenhäuschen zu errichten oder nicht.

Für die Genossen ist dies nur eine Barriere, dass Wildpinkeln verstärkt und somit zur Belastung für die Bürger wird. Oder dafür sorgt, dass Menschen die aus medizinischen Gründen auf eine barrierefreie Toilette angewiesen sind, vor unangenehme  Situationen stehen, so die Münze im Geldbeutel gerade fehlt. „50 Cent ersetzen weder die gute Kinderstube bei der Benutzung von Toiletten, noch gewähren sie Schutz vor Vandalen“, unterstreicht der Stadtverordnete Tilo Maier. Damit stellt sich die SPD gegen Bürgermeister Patrick Kunkel, der in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses offen eingestand nur noch Bezahltoiletten installieren zu wolle. Kunkel glaubt, dass dadurch Vandalismus vorgebeugt werden könnte. Belege für diese These, beispielsweise aus anderen Kommunen konnte Kunkel jedoch nicht liefern. Für die SPD ist die Gebühr eine wenig sinnvolle Hürde, die auch nur kleinste Bruchteile der Reinigungskosten aufwiegt. Schlimmer noch – Das Bargeld muss händisch erfasst und eingebucht werden. „Während mittlerweile selbst an Eierautomaten in der Eifel mit Karte bezahlt werden kann, setzt der Bürgermeister auf Bargeld – das ist weder nachhaltig noch nachvollziehbar“, so Maier weiter. Dass es auch anders geht, zeigt das Wallufer Beispiel. Die sanierte Toilette steht den Gästen des Weinstands kostenfrei zur Verfügung.

Erbacher Toilette am Markt ist schlechtes Beispiel

Die Toilette in Erbach ist dabei das Negativbeispiel. Ohne Information des Ortsbeirats, wurde hier auf ein Bezahlsystem umgestellt. Doch damit nicht genug: Wie vermutet, beschweren sich Nachbarn über verunreinigte Hauswände. Benutzer kritisieren die Schließautomatiken, die nur unzuverlässig funktionieren. Da die Toilette nur 50 Cent glatt akzeptiert, wurde in der Nachbarschaft eine inoffizielle Wechselstube errichtet. Wie die Erbacher Genossen feststellten, war bei einem Ortstermin die Schließeinrichtung der Damentoilette so manipuliert, dass ein kostenfreier Zugang möglich war. Schlimmer noch in Zeiten der Corona-Pandemie: In beiden Toilette fehlte es an Seife, da kein fester Seifenspender installiert ist. Von Desinfektionsmittel war ebenfalls keine Spur vorhanden. Deshalb wird sich auch der Erbacher Ortsbeirat auf Antrag der SPD erneut mit dem Zustand der Toilette beschäftigen. „Wir müssen da endlich Nägel mit Köpfen machen. Die Mängel müssen schnellstens abgestellt werden und bei der Gelegenheit kann auch das Missverständnis einer Bezahltoilette abgeräumt werden“, meint die Erbacher Ortsbeirätin Petra Maier.

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