Entscheidung über die Zukunft des Hattenheimer Sportplatzes voran bringen

Die SPD-Fraktion Eltville will nicht länger nur den Lippenbekenntnissen vertrauen, dass der Sportplatz am Hattenheimer Rheinufer verlegt und durch einen neuen Kunstrasenplatz an einem anderen Standort ersetzt werden soll.

Die SPD-Fraktion Eltville will nicht länger nur den Lippenbekenntnissen vertrauen, dass der Sportplatz am Hattenheimer Rheinufer verlegt und durch einen neuen Kunstrasenplatz an einem anderen Standort ersetzt werden soll.

“ Hier wird seit Jahren dem Verein und Hattenheim etwas versprochen, ohne dass sich in den vergangenen Jahren wirklich etwas getan hat“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hannes, der auch Mitglied des Hattenheimer Ortsbeirates ist.

Es gibt nicht einmal einen konkreten Standort für einen Kunstrasenplatz und im Haushalt sind nach wie vor keine Mittel für die Realisierung des Projekts im Investitionsprogramm eingestellt.

Um diesen Stillstand zu beenden, fordern wir nun mit einem Antrag, den Magistrat auf, spätestens bis zur ersten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung nach der Sommerpause die Realisierbarkeit zu prüfen sowie die Kosten für den Umbau des derzeitigen Hattenheimer Sportplatzes in einen Platz mit einem sogenannten „Hybrid-Rasen“ zu ermitteln und der Stadtverordnetenversammlung in einer entsprechenden Vorlage die Ergebnisse zur Verfügung zu stellen.
Des weiteren soll In der Kostenschätzung ist auch ein Neubau bzw. die grundhafte Sanierung des Funktionsgebäudes mit einzubeziehen. Diese Kosten sind gesondert auszuweisen.
Im Hinblick auf die Prüfung der Machbarkeit eines solchen Projektes sollen auch gleich die Träger öffentlicher Belange angefragt werden, ob aus deren Sicht gegen einen derartigen Umbau der Sportanlage bestehen und mit welchen Auflagen gegebenenfalls zu rechnen ist.

Zwar ist nach der Beschlusslage der Gremien der Stadt Eltville bisher beabsichtigt, einen Kunstrasenplatz als Ersatz für den Hattenheimer Sportplatz an einem anderen Standort gegebenenfalls mit der Nachbargemeinde Oestrich-Winkel zu realisieren.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass völlig unklar ist, wann und wie ein solches Projekt, bei dem von einem Investitionsvolumen von zumindest 2,5 Millionen Euro auszugehen ist, realisiert werden kann und zudem auch die bisher bestehende Jugendspielgemeinschaft unter Beteiligung des FC Oestrich ab der kommenden Saison nicht mehr existiert, sollte man aus Sicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Hannes zumindest eine andere, aus Sicht der SPD-Fraktion zumindest mögliche Alternative konkret prüfen und auf seine Realisierbarkeit prüfen lassen.
Dabei erscheint ein Hybrid-Rasen, der sich unter anderem auf einer Vielzahl von Trainingsplätzen von Profivereinen als belastbarer Belag bewährt hat, eine auch im Retensionsraum mögliche und unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvolle Alternative zu sein.

Da das seit Jahren dem Hochwasser ausgesetzte Vereinsheim des SSV Hattenheim in einem solchen Fall sicher grundlegend saniert werden sollte oder sogar durch ein der Hochwassersituation angepasstes Gebäude ersetzt werden könnte, halten wir es für sinnvoll, auch die diesbezüglich entstehenden Kosten mit zu ermitteln. Wenn der SSV Hattenheim auf den dem Verein schon lange dem Grunde nach zugesagten Kunstrasenplatz verzichten würde, müsste hier über eine entsprechend deutliche Kostenbeteiligung am Vereinsheim zumindest ernsthaft nachgedacht werden. Hierfür wäre eine entsprechende Kostenermittlung im Vorfeld sinnvoll.

Mit diesem Antrag, das betont Matthias Hannes ausdrücklich, soll keine Vorfestlegung auf diese Option eine Hybridrasens erfolgen, sondern nur eine Möglichkeit aufzeigen, wie mit erheblich geringeren Mitteln in einem tatsächlich überschaubaren Zeitraum eine zeitgemäße Sportanlage realisiert werden kann. Wenn diese am Ende doch nicht sinnvoll machbar ist bzw. tatsächlich in den nächsten zwei bis drei Jahren das Kunstrasenprojekt realisiert werden können, dann kann es gerne auch bei einem neuen Kunstrasenplatz bleiben. „ Dazu müssten aber dann bei den nächsten Haushaltsberatungen finanziell die Weichen gestellt werden, sonst bleibt es wieder bei nicht belastbaren Lippenbekenntnissen“, so Matthias Hannes abschließend.

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